Tegernsee
Nichts hält mich,
und so bin ich mir einig
und mache mich auf,
als Gepäck für heute die Schi,
meine magischen Augen,
die Kameras.
Schon bald auf der Wegschneise Autobahn
trägt mein Wagen mich in die Silhouette der Berge hinein,
setzt die Landstraße mich
in ein wunderbar stilles, weites und weißes Land.
Dann liegt da der See,
gefrorener Spiegel,
schneebedeckt leuchtend im Licht.
Weißhaubig ragen die Stege des Sommers,
so spurlos verlassen.
Am Ufer spazieren gelegentlich Menschen
in atmender Stille,
glücklich vermummt unter windkalter Sonne.
Kahle Bäume, das Schilf steht Spalier.
Vom Schnee überhäuft liegen Boote am Ufer,
im Winterschlaf wartend auf Frühling und Sommer.
Ein Stück Weges weiter
trägt mich die Liftgondel
mitsamt meinen Schiern
zur Bergstation.
Klaus Gölker © 2005-2026